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Sumburgh Head Lighthouse – das letzte Horn der Shetlands

An der Südspitze Shetlands steht das Sumburgh Head Lighthouse. Hier können Besucher der Inseln Natur, Geschichte und Technik gleichzeitig erleben.

Der Leuchtturm am Sumburgh Head
Der Leuchtturm am Sumburgh Head

Der alte Stevenson-Leuchtturm auf dem Sumburgh Head weist hier schon seit 1821 den Seefahrern in der Nacht sicher den Weg durch die stürmischen Gewässer der Nordsee und des Atlantiks um die Inseln von Shetland.

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Tagsüber gehört Sumburgh Head Lighthouse dagegen den Besuchern aus nah und fern. Und er bietet eine Abwechslung, wie wenige andere seiner Verwandten: Technik, Geschichte und eine beeindruckende Natur.

Blick über den Sumburgh Head zum Leuchtturm

Denn von hier aus lassen sich gut Seevögel beobachten. Im Sommer nisten hier die beliebten Papageitaucher, die „Puffins“, sowie andere Seevögel in den Klippen.

Glückliche können zudem Wale entdecken. Sogar Orcas tauchen hier gerne auf. Es gibt auf dem Weg zwischen dem Parkplatz einen Unterstand, der beim Ausschauhalten vor Wind und Wetter schützt. Zudem gibt es dort Infotafeln zu den Meeressäugern.

Die Beobachtungshütte am Sumburgh Head

Der Leuchtturm liegt auf 91 Metern Höhe über dem Meer. Eine prima Möglichkeit für einen Rundumblick, wenn der Aufstieg vom Parkplatz geschafft ist. In der verglasten Observation Lounge serviert ein Café Getränke und Snacks für die, die den dauernden Wind kurz entfliehen wollen.

Bis dahin kostet der Besuch des Sumburgh Heads nichts. Wer allerdings die Maschinen sehen will oder die Hütte aus dem Zweiten Weltkrieg, muss Eintritt bezahlen. Das Geld fließt in den Erhalt der Anlage.

Das Nebelhorn und seine Dieselgeneratoren sind eines von zweien, die in Schottland noch funktionieren. Das andere steht am Mull of Galloway.

Zwei der drei Dieselgeneratoren für das Nebelhorn

Einzigartig ist auch der unscheinbare Betonklotz neben dem Turm mit dem Nebelhorn darauf. Im Inneren zeigt sich eine alte Hütte mit einer seltsamen Apparatur. Es handelt sich um ein Radarhaus aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Radarhütte am Sumburgh Head Lighthouse

Als die Technologie noch in den Kinderschuhen steckte, haben die Betreiber das Radar mit einer Fahrradkurbel gedreht. Den Wächtern am Sumburgh Head Lighthouse gelang es so, am 8. April 1940 einen Luftangriff auf den wichtigen Hafen Scapa Flow auf Orkney zu erkennen. Durch die Warnung, konnte ein „zweites Pearl Harbour“ verhindert werden.

Wenn das Horn zum Leben erwacht

Normalerweise können Besucher beim Rundgang nur die instand gesetzten Maschinen bewundern. Doch zum Start und zum Ende der Saison erwacht das Nebelhorn zum Leben. Meist ist das Ende März und Ende September der Fall.

Zu Beginn der Saison 2026 habe ich an dieser Eröffnung teilgenommen. Das war ein tolles Erlebnis! Es startete mit einer Tour, geführt von der Managerin Jane Outram.

Jane Outeram, Sumburgh Head Site Managerin

Danach können die Gäste beim Starten der Dieselmotoren zusehen. Um die Maschinen kümmert sich Brian Johnson, der einst selbst Leuchtturmwärter war und sich nun mit seinem 60jährigen „Lehrling“ um die alten Generatoren kümmert.

Brian Johnson an eine der Maschinen

Wenn die drei Motoren laufen, komprimieren sie Luft in einem Tank. Bei einem gewissen Druck, öffnet sich das Ventil. Dann hört man draußen am Horn ein Zischen und anschließend einen langen Hornstoß.

Für circa eine Stunde darf das Nebelhorn alle 90 Sekunden auf das Meer hinausschallen, ehe es wieder ein halbes Jahr verstummt.

Anfahrt

Mit Navigationsgerät: „ZE3 9JN“ bringt einen zum Sumburgh Head.

Ohne Navi: Um den Flughafen herumfahren und dann im kleinen Ort auf das braune Schild achten, das den Weg nach rechts anzeigt. Es geht auf eine Single Track Road, die langsam an Höhe gewinnt. Sie gelangt an einen großen Parkplatz, an dem auch ein kleiner Leuchtturm steht. Hier das Auto abstellen und den Rest zu Fuß hoch.

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