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The Royal Edinburgh Military Tattoo 2018 – the Sky is the Limit

Farbenfrohe Lichtspiele tanzen über die alten Burgmauern der Edinburgh-Castle. Auf dem Platz davor reihen sich Dudelsackspieler auf und entfalten ihre akustische Wucht. So fühlt sich ein Besuch beim Royal Edinburgh Military Tattoo im August an.

The Royal Edinburgh Military Tattoo
The Royal Edinburgh Military Tattoo

Jedes Tattoo-Jahr steht unter einem Motto. 2018 lautete es „The Sky is the Limit“. Das sollte einerseits das hundertjährige Bestehen der Royal Air Force feiern als auch „Scotland’s Year of the Young People“.

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Massed Pipes and Drums
Massed Pipes and Drums

Beides zeigte sich nicht nur durch die Auswahl der Musikkapellen, sondern auch durch die Motive der Lichtshow, die ein wesentlicher Bestandteil des Tattoos ist.

Zum Beispiel beim Auftritt der Band der tschechischen Streitkräfte und der dazu gehörenden Tanzgruppe Ondráš, die begleitet wird von Projektionen von floralen Motiven auf die Burgmauer.

Central Band of Czech Armed Forces und Ondráš
Central Band of Czech Armed Forces und Ondráš

Wie man schon sieht: Das Royal Edinburgh Military Tattoo ist mitnichten eine reine Dudelsack-Veranstaltung. Passend zum Jahr der Jugend und dem Motto „Sky is the Limit“ kamen die jungen Tänzerinnen und Tänzer von den Shetland-Inseln. Sie feiern die Seevögel ihrer Heimat ganz ohne Dudelsäcke, sondern mit Geigen.

Hjaltibonhoga Shetland Fiddlers
Hjaltibonhoga Shetland Fiddlers

Die Macher der Militärparade legen großen Wert darauf, dass sie international denken. Schon seit 1952 kommen Kapellen aus aller Welt. 2018 machte da keine Ausnahme. Neben der tschechischen Band trat zum Beispiel die Banda Monumental de México auf. Start machen ihre Adler-Krieger.

Die Adler Krieger tanzen
Die Adler Krieger tanzen

Danach verwandelte die Band den Platz in eine Fiesta Mexicana – mit Sombreros, Lassos, Mariachis und natürlich der mexikanischen Flagge.

Banda Monumental de México
Banda Monumental de México

Es blieb gleich bei Nordamerika: Aus den USA kamen die Pipes and Drums aus Boston.

Middlesex County Volunteers Fife & Drums
Middlesex County Volunteers Fife & Drums

Mal ohne Musik dafür mit militärischer Akrobatik zeigten sich das United States Air Force Honor Guard Drill Team. Sie wirbelten Gewehre durch die Luft, dass es einem den Atem verschlug.

US Air Force Honor Guard Drill Team
US Air Force Honor Guard Drill Team

Besonders der Augenblick als der Master Sergeant durch das Spalier aus fliegenden Gewehren schreitet – wohl gemerkt jeweils mit Bajonett darauf.

Fliegende Gewehre
Fliegende Gewehre

Nach dieser schnittigen Vorführung kam die Kavallerie – und zwar die aus dem Oman. Mit Dudelsäcken, Trommeln und bunten Gewändern versprühten sie in der Arena einen Hauch von Tausend und einer Nacht.

Royal Cavalary of Oman
Royal Cavalary of Oman

Natürlich muss es nach einiger Zeit wieder schottisch werden. Die Tattoo Dance Company zeigt die Schwerttänze.

Highland Sword Dance
Highland Sword Dance

Um die Präzision des Tanzes zu übertreffen, konnte nur noch eine Nation helfen: die Schweiz. Deren Top Secret Drum Corps ist mittlerweile schon fast ein fester Gast auf dem Royal Edinburgh Military Tattoo.

Top Secret Drums Corps
Top Secret Drums Corps

Um zu verstehen, was sie ausmacht, muss man ihre Bewegungen sehen:

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https://youtu.be/CQc-Beu1ijA

Um die Show der Schweizer noch zu übertreffen braucht es schließlich die Kapellen der Luft-, See- und Landstreitkräfte Großbritanniens, die zusammen marschierten und spielten.

Royal Regiment of Scotland
Royal Regiment of Scotland

Ehe es dann zum großen Showdown mit allen Gruppen und einem Feuerwerk kam.

Großes Finale Tattoo
Großes Finale Tattoo

Wissen: Über Tattoos und das Royal Edinburgh Military Tattoo

Was bedeutet eigentlich „Tattoo“? Tatsächlich ist es eine Art Lehnwort. Den „Tap toe“ machen, den „Zapfen zumachen“ war ein Begriff, der im Niederländischen, Belgischen, Niederdeutschen und sogar Schwedischen zu finden war. Bei uns in Deutschland hat sich der Begriff „Zapfenstreich“ dafür durchgesetzt. All das bezeichnet das Selbe: Die Sperrstunde, ab der sich Soldaten nicht mehr außerhalb der Unterkünfte aufhalten durften. Das wurde oft angekündigt durch Musik – Trompeten oder Trommeln und Flöten. Später entwickelten sich daraus eigene Militärmusik-Ereignisse. So ist der Große Zapfenstreich heutzutage die Vorführung beim Entlassen des Bundespräsidenten aus dem Amt.

In Edinburgh dagegen hat sich daraus seit 1950 ein Militärmusik-Fest entwickelt. Es wurde schon immer auf dem Platz vor der Burg abgehalten und fand jedes Jahr statt. Zu Ehren des sechzigsten Bestehens durfte es sich königlich nennen. So lautet also heute die korrekte Bezeichnung: The Royal Edinburgh Military Tattoo. Schirmherrin ist übrigens Prinzessin Anne.

Mittlerweile besuchen pro Jahr rund 220.000 Menschen das Royal Edinburgh Military Tattoo, die Arena fasst 8.800 Besucher, die sich auf über 20 einzelne Aufführungen verteilen.

Blick auf die Arena
Blick auf die Arena

Auch in der Arena ist die Zahl der Teilnehmer nicht gering. Rund 1.200 Tänzer, Musiker und Künstler treten im Jahr durchschnittlich auf.

Tipps: The Royal Edinburgh Military Tattoo genießen

Wann Karten kaufen? Jeden Dezember wird der Vorverkauf für den Sommer des nächsten Jahres geöffnet. Da das Tattoo seit 19 aufeinanderfolgenden Jahren schon ausverkauft ist, sollte man sich die Karten im Vorverkauf rechtzeitig besorgen. In Deutschland bekommt man die Karten über die offizielle Webseite. Vor Ort gibt es sie auch im Büro in der Cockburn Street 3 ganz in der Nähe von Waverley Station.

Warten auf Einlass zum Tattoo
Warten auf Einlass zum Tattoo

Wann und wo anstehen? Bereits über eine Stunde vor dem jeweiligen Event sammeln sich die ersten Gäste im Gatter, das sich die Johnston Terrace seitlich am Burgberg hinunterzieht. Das ist allerdings gar nicht unbedingt notwendig, so früh zu erscheinen, denn alle Tickets sind Platzkarten. Auf letzten Drücker sollten Besucher aber auch nicht erscheinen.

Taschen. Das Tattoo ist sehr auf Sicherheit bedacht und so werden Taschen beim Einlass kontrolliert.

Anfahrt:

Zum Royal Edinburgh Military Tattoo sollte man grundsätzlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren. Denn die Parkhäuser sind während der Festival-Saison oft voll und kosten sowieso ein halbes Vermögen.

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2 Antworten zu “The Royal Edinburgh Military Tattoo 2018 – the Sky is the Limit”

  1. Nadjeschda

    Hallo Stephan, klasse Bilder! Sind die Vorstellungen eigentlich an jedem Tag identisch? Oder sind das unterschiedliche Shows?

    Antworten

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