MyHighlands.de > Die Regionen der Highlands in Schottland > Urlaub auf der Isle of Skye – die schönste Landschaft Schottlands

Urlaub auf der Isle of Skye – die schönste Landschaft Schottlands

Der Quiraing auf Skye
Der Quiraing auf Skye
Portree Hafenzeile
Portree Hafenzeile
Schottland-Karte mit Skye
Schottland-Karte mit Skye
Loch Coruisk
Loch Coruisk
MacLeods Tables
MacLeods Tables
Old Man of Storr
Old Man of Storr
Blackhouse auf Skye
Blackhouse auf Skye
Bezirke der Insel Skye
Bezirke der Insel Skye

Infos zu Skye:

» Allgemeines
» Anreise
» Beste Reisezeit
» Rundfahrten
» Sehenswürdigkeiten
» Skye-Reise buchen
Mein Reiseführer:

Wo sind die Highlands am schönsten? – Auf der Isle of Skye! Die Insel im Westen Schottlands bietet wilde Kulissen, spannende Ausflugsziele und kulinarische Genüsse. Hier steht alles, was man zur „Insel des Nebels“ wissen muss

Wie kein zweites Urlaubsgebiet vereint Skye alle Vorzüge der Highlands: Sanfte Hügel, bizarre Gebirgsketten, Buchten, Strände, Lochs, Meer – alles in Schönheit und reichlich vorhanden. Dazu kommt eine äußerst hohe Dichte an Sehenswürdigkeiten: Es gibt mehrere Burgen, eine Whisky-Destillerie, ein historisches Dorf, eine berühmte Felsnadel, wunderschöne und abwechslungsreiche Gebirgslandschaften, idyllische Hafenstädte und vieles vieles mehr.

Skye hießt auf Gälisch “An t-Eilean Sgitheanach” (sprich etwa: “en t-ehlan skianäch”). Was der Name genau bedeutet, ist nicht ganz klar. Vermutungen gehen dahin, dass es sich um eine Beschreibung der schwingenartigen Struktur des Eilands handelt.

Die Insel hat auch einen Spitznamen: Eilean a‘ Cheò (sprich etwa: “ehlän e choo”) – die Insel des Nebels. Kein Wunder, hängen an den hohen Bergen oft Wolken und verschleiern so das Antlitz von Skye.

Landschaft: Wundervoll und abwechslungsreich

Ich kenne keinen anderen Ort, an dem so viele unterschiedliche Landschaften zu sehen sind. Im Süden ragen die schwarzen Cuilins scharfkantig und furchtgebietend in den Himmel – bis knapp tausend Meter reicht der höchste von ihnen. Immer daran denken: Das Land startet hier auf Meereshöhe. Dabei ergeben sich wunderschöne Kombinationen aus Lochs und Bergen, wie etwa das Loch Coruisk oder Coir’ a’ Ghrunnda.

Anzeige:

Im Norden dagegen, auf Waternish und Trotternish findet man kunstvoll geschliffene Berge, mit weichen und manchmal bizarre Formen: Die MacLeods Tables mit ihren abgeflachten Gipfeln, der buckelige Quiraing oder die Felsnadel Old Man of Storr.

Doch Skye bietet nicht nur Berge: Zwar ist die Insel an der dicksten Stelle nur 40 Kilometer breit und 80 Kilometer lang. Aber viele Meeresarme reichen ins Landesinnere, so ergibt sich eine Küstenlinie von über 500 Kilometern. Leider sind dabei es nur wenige Sandstrände, doch zauberhafte Buchten wie die Talisker Bay oder die steilen Klippen am Neist Point machen dieses Manko mehr als wett.

Die Meeresarme teilen Skye übrigens auch in ihre verschiedene Halbinseln: Minginish, Duirnish, Waternish, Trotternish, Sleat sind die größten.

Geschichte: Wikinger und Clans

Schon aus der Eisenzeit und früher sind auf Skye Relikte gefunden worden. Auch heute noch kann man einige Cairns, Duns und Brochs, also Bauten aus der Frühzeit, besichtigen. Auch die Pikten haben Spuren in Form von Symbolsteinen hinterlassen.

Als sich im sechsten Jahrhundert das Keltenreich Dalriada oder Dál Riata erhob, wurde Skye ein Teil davon. Ab dem neunten Jahrhundert vereinnahmten die Wikinger die Insel. Rund 350 Jahre stand Skye somit unter nordischer Herrschaft. Deren Erbe ist noch heute noch klar zu erkennen, nämlich in den Ortsnamen. Zum Beispiel die Endungen „bost“, „ness/nish“ oder „aig“ kommen von den Nordmännern. „Bost“ etwa bedeutet „Heim von“. Carbost ist also das Heim eines früheren nordischen Bauern namens Karri. „Ness“ oder „nish“ bezeichnen eine Landzunge, während „aig“ von „vik“ kommt und eine Bucht beschreibt.

Als schließlich die Wikinger besiegt und vertrieben waren, teilten sich zwei Clans die Insel untereinander auf – die MacDonalds herrschten im Süden und die MacLeods im Norden. Natürlich (wie soll es anders sein) waren die beiden Sippen verfeindet bis aufs Blut. So fand auf Skye auch die letzte Clanschlacht auf britischem Boden statt.

Schottland Kalender 2018

Traumhafte Aufnahmen aus dem Herzen Schottlands.
Alle Fotos: Hier klicken

Von den MacLeods ist heute noch Dunvegan Castle zu sehen, inklusive der berühmten Feenflagge. Im Süden bei Armadale Castle hegen die MacDonalds ihr Erbe in einem eigenen Heritage-Center.

Wohl die berühmteste historische Persönlichkeit Skyes ist eine Frau: Flora MacDonald, half unter anderem dem Bonnie Prince Charlie nach dem Scheitern des Jakobitenaufstands bei seiner Flucht. Dafür und für ihre weiteren Taten wurde ihr ein großer Gedenkstein auf ihrem Grab gestiftet.

Natürlich ging die Zeit der Clearances nicht spurlos an Skye vorüber: Zwischen 1820 und 1930 halbierte sich die Bevölkerung. Teils wurden die Einwohner gewaltsam auf Schiffe in die neue Welt verfrachtet, teils trieb sie der Hunger oder die schlechten wirtschaftlichen Aussichten.

Berühmt wurde der Aufstand der Bauern im Jahre 1882. Die Farmer wehrten sich gegen die schlechten Bedingungen von Seiten der Landbesitzer  und die ungünstigen Weiderechte. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die hart vorging. Doch diese „Battle of the Braes“ (auf Deutsch etwa „Schlacht der Hügel“) hatte ihr Gutes. Gefordert durch die landesweite Empörung der Öffentlichkeit, setzte die Regierung eine Kommission ein, die schließlich den „Crofters Act“ erließen. Darin wird den Farmern mehr Sicherheit und faire Pachten zugesagt.

Anzeige:

Bis ins 20. Jahrhundert reichte die Zeit der Crofter, die in ihren Blackhouses wohnten. Eine typische Siedlung dieser Art hat sich auf Skye im Museum of Island Life erhalten und kann besichtigt werden.

Menschen: Das Leben auf Skye

Auf Skye hausen zirka 10.000 Schotten, das sind nur etwa 6 Menschen pro Quadratkilometer – zum Vergleich: In Inverness wären es schon 25 und in Deutschland sind es 230.

Seitdem der Tourismus die Insel entdeckt hat, sind die Einwohner-Zahlen wieder gestiegen. Auch die Arbeitslosigkeit geht zurück. Dabei ergeben sich in der Arbeitslosenstatistik der Insel kräftige Schwankungen zwischen Sommer und Winter – eben auch geschuldet dem Umstand, dass im Sommer der Tourismus mehr Hilfe verlangt.

Etwas weniger als die Hälfte der Einwohner spricht heute noch Gälisch. Daher sind auch hier viele Ortschilder zweisprachig gehalten – oben Gälisch, unten Englisch. Zudem wurde bei Armadale das Sabhal Mòr Ostaig College gegründet (zu Deutsch etwa „die große Baracke bei Ostaig“). Ein Zentrum, das sich der Förderung der gälischen Sprache und Kultur widmet.

Wichtigster Ort der Insel ist die Hauptstadt Portree, in der rund 2.100 Insel-Bewohner leben. Ein weiterer wichtiger Ort ist Fährhafen ist Uig. Von hier aus kann man auf die Äußeren Hebriden übersetzen.

Wie alle Highlander sind auch Skyes Bewohner religiös: Gut die Hälfte gehört der Church of Scotland an, ein Viertel der Freien Kirche und um die zehn Prozent sind katholisch.

Anzeige:

Hat Dir das gefallen? Dann unterstütze mich.

Kaufe mir symbolisch einen Whisky bei PayPal und unterstütze so meine Arbeit auf MyHighlands.de.

Per PayPal zahlen

Oder werde dauerhafter Unterstützer:

Mit dem deutschen Bezahlsystem "Steady" kannst Du mich monatlich unterstützen.
»Hier klicken

Oder teile den Beitrag in den sozialen Netzen:

Buchbare Touren auf Getyourguide (Anzeige):