Gute Fotografie – so heißt es – braucht Zeit. Aber was, wenn man auf einer Rundreise durch Schottland ist und von Ort zu Ort fährt? Dann ist Zeit rar. So gelingen einem dann dennoch gute Schottland-Fotos – ganz gleich, ob mit einer großen Kamera oder mit dem Smartphone.

Inhalt
„Halt mal an, Schatz!“ – ich habe mal wieder ein Motiv am Straßenrand entdeckt. Meine Frau Katrin zieht auf der Singletrackroad nach links und stellt den Wagen ab. Ich springe raus und fotografiere. Nach fünf Minuten ist die Aktion vorbei, denn schließlich will ich Katrins Geduld nicht auf die Probe stellen. Es geht weiter.
Diese Szene ist typisch, wenn wir unsere Rundreisen in Schottland absolvieren. Ebenso typisch ist mein Ärger, wenn ich zu Hause sehe, was andere Fotografen aus demselben Motiv geholt haben: ich nur Standard, die dagegen eine echte Atmosphäre.
Um auch unter Zeitdruck bessere Ergebnisse zu erreichen, habe ich mir eine Mischung aus Material und Techniken zusammengestellt, die es mir ermöglicht, in Schottland schnell und schön zu fotografieren. Und bitte: Falls Ihr weitere Tipps habt, dann schreibt mir doch in den Kommentaren etwas dazu.
Mein Material: Leicht, schnell, stabil
Natürlich werden einem Profi-Fotografen erzählen, dass es am besten ist, wenn man drei bis vier verschiedene Objektive und ein schweres Stativ mitnimmt – wegen der Stabilität.
Das ist auch richtig – wenn man eben Zeit hat. Aber genau das habe ich ja nicht, also muss ich Kompromisse eingehen. Meine aktuelle Schottlandfoto-Ausrüstung sieht folgendermaßen aus:
- Canon EOS R5 Mark II als Hauptkamera
- Canon EOS R5 der ersten Generation als Reservekamera
- Objektive je nach Motiv und Tour
- stabiles Reisestativ für Fotos
- RØDE Wireless GO mit Windschutz und Magnetclip für Videos
- Kamerarucksack, Laptop und zusätzliche Sicherung
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Hauptkamera und Reserve
Meine Hauptkamera ist mittlerweile die Canon EOS R5 Mark II*. Sie liefert eine hohe Auflösung, einen schnellen Autofokus und reichlich Reserven bei schlechtem Licht. Das ist natürlich Profiequipment und keine Voraussetzung für schöne Urlaubsfotos. Aber wenn Landschaft, Tiere und Video zusammenkommen, möchte ich mich auf die Kamera verlassen können.
Zusätzlich nehme ich eine Canon EOS R5 der ersten Generation* als Reserve mit. Das klingt erst einmal übertrieben. Mir ist aber schon eine Kamera auf einer Schottlandreise ausgefallen. Wenn die Bilder Teil der Arbeit sind, möchte ich wegen eines Defekts nicht plötzlich ohne Kamera dastehen. Für die meisten Reisenden reicht als Reserve selbstverständlich das Smartphone.
Objektive für Landschaft und Tiere
Welche Objektive ich mitnehme, hängt von der jeweiligen Tour ab. Für Landschaftsfotografie in Schottland ist ein Weitwinkel praktisch, ein universelles Zoom erspart unterwegs häufige Wechsel und für Tiere brauche ich Brennweite. In Schottland sind das Hirsche, Adler und Robben zum Beispiel.
Gelegenheiten ergeben sich recht spontan, wie damals am Bealach na Bà hinter Applecross, als wir minutenlang einen brünftigen Hirsch nahe der Straße beobachten konnten. Ein Teleobjektiv ist dann Gold wert. Trotzdem versuche ich, nur das mitzunehmen, was ich an diesem Tag voraussichtlich wirklich benötige.
Ein stabiles Reisestativ
Das Reisestativ bleibt für mich wichtig. Es sollte leicht und schnell aufzubauen sein, aber eine schwere Vollformatkamera trotzdem sicher tragen. Zusammengelegt muss es ins Reisegepäck passen. Eine Schnellwechselplatte verankert die Kamera sicher, lässt sie aber mit einem Handgriff wieder frei.
Ein passendes Modell für diese Anforderungen ist das Manfrotto Befree GT XPRO Carbon*. Es wiegt rund 1,76 Kilogramm, lässt sich auf etwa 43 Zentimeter zusammenschieben und ist laut Hersteller für eine Last von bis zu 12 Kilogramm ausgelegt. Ultraleicht ist es damit nicht. Dafür würde ich bei einer R5 samt Objektiv die Stabilität höher gewichten als die letzten eingesparten Gramm.
Das Stativ nutze ich vor allem für Langzeitbelichtungen, Dämmerung und sorgfältig komponierte Landschaftsbilder. Bei Wind fahre ich die Beine nur so weit wie nötig aus und lasse die Mittelsäule möglichst unten. Meine Videos filme ich dagegen aus der Hand.
Mein Fotorucksack ist klein, leicht und vor allem halbwegs wasserdicht. So kann ich ihn auch mal im Regen dabei haben oder auf den Boden legen. In ihn packe ich meist noch eine kleine Plastiktüte, die ich nutze, um mich darauf zu knien.
Wichtig ist außerdem, dass der Fotorucksack die Handgepäckmaße einhält. Den Laptop nehme ich vor allem mit, um abends die Fotos des Tages zu überspielen. Zusätzlich lege ich ein Backup auf einem zweiten Datenträger an.
Smartphone: Oft die beste Kamera für unterwegs
Man muss nicht mit einer Profikamera nach Schottland reisen. Aktuelle Smartphones machen bei gutem Licht erstaunlich gute Bilder. Sie sind immer griffbereit, wiegen fast nichts und eignen sich hervorragend für spontane Reisebilder, Landschaften und kurze Videos.
Ein paar einfache Dinge helfen dabei: Vor dem Fotografieren die Linse putzen, das Raster einschalten und den Horizont gerade halten. Wenn möglich nutze ich die vorhandenen Kamerabrennweiten statt des digitalen Zooms. Durch Antippen des wichtigsten Motivs lassen sich Fokus und Belichtung meist gezielt setzen.
Grenzen zeigen sich bei weit entfernten Tieren, bewegten Motiven, wenig Licht und starken nachträglichen Ausschnitten. Eine Systemkamera gibt mir hier mehr Kontrolle. Für viele Reisende ist das Smartphone aber nicht die Notlösung, sondern die vernünftigste Kamera – und gleichzeitig eine brauchbare Reserve, falls das große Gerät ausfällt.
Video und Ton: Aus der Hand, aber nicht ohne Windschutz
Videos filme ich aus der Hand. Das hält mich beweglich und ich kann schnell auf eine Szene reagieren. Statt eines schweren Film-Rigs helfen mir die Bildstabilisierung der Kamera, eine ruhige Haltung, kontrollierte Bewegungen und eher kurze Einstellungen. Wenn es sich anbietet, stütze ich mich zusätzlich an einer Mauer oder einem Geländer ab.
Beim Ton nutze ich ein RØDE Wireless GO der aktuellen Generation*. Der Windschutz ist in Schottland praktisch unverzichtbar. Mit einem Magnetclip* lässt sich der Sender schnell und vergleichsweise unauffällig an Jacke oder Kleidung befestigen.
Guter Ton wird oft unterschätzt. Ein leicht unruhiges Bild verzeiht man bei einem Reisevideo eher als Sprache, die im Wind untergeht.
Extrazubehör: Mein Tipp ist der Polfilter
Wenn ich nur einen Filter empfehlen dürfte, wäre es ein Polfilter*. Er kann etwas, das auch Lightroom später nicht zuverlässig nachholen kann: Spiegelungen bereits bei der Aufnahme kontrollieren.
Das ist nicht nur bei Wasser nützlich. Der Polfilter kann Reflexionen auf Fensterscheiben, nassem Fels und feuchten Pflanzen reduzieren. Unter der Wasseroberfläche werden plötzlich Steine und Strukturen sichtbar. Gerade in Schottland, wo Wasser und nasse Oberflächen fast überall dazugehören, ist das für mich ein sehr wirkungsvoller Filter.
Allerdings gilt nicht: je stärker, desto besser. Ich drehe den Filter so lange, bis die Spiegelung zum Bild passt. Bei sehr weitwinkligen Aufnahmen kann der Himmel sonst ungleichmäßig dunkel werden. Außerdem schluckt der Filter Licht. Deshalb bleibt er nicht grundsätzlich auf dem Objektiv.
Außerdem nehme ich einen ND-Filter für den künstlerischen Verwischeffekt bei Gewässern und ein Reinigungsset* mit.
Tipps: Kleine Hilfen unterwegs
Meist lasse ich das Reisestativ und die Kamera zusammen und lege die Kombination ausgestreckt auf den Rücksitz – vorsichtig natürlich. So brauche ich Stativ und Kamera nur hinten herauszuziehen und aufzustellen. Die Kamera schlage ich dabei vorsichtig in einen Pulli ein.
Abends speichere ich meine Daten nicht nur auf dem Laptop, ich reinige auch die Kamera mit dem Reinigungsset. In Schottland nutze ich dazu tatsächlich Einmaltücher, denn wenn eines nass oder schmutzig wird, kann ich einfach ein neues nehmen. Mit der Flüssigkeit reinige ich dann zumindest das Objektiv vorne.
Fotospots in Schottland vorab planen
Noch etwas zum Planen von Aufnahmen von zu Hause aus – wenn man also schon weiß, welche Sehenswürdigkeiten und Fotospots in Schottland man besuchen möchte. Zum einen ist fast ganz Schottland sehr gut von Google Street View erfasst. So kann man eine kleine Ortsbegehung vorab durchführen und teilweise schon die Position an der Straße wählen.

Zum anderen kann man auch die Lichtverhältnisse vorher abfragen, nämlich durch die Seite Suncalc. Sie sagt einem, wann die Sonne wie auf einen Punkt einstrahlt – zu einer bestimmten Uhrzeit und an einem bestimmten Datum. Hier als Beispiel Eilean Donan Castle.
Übrigens: NIE mehr packe ich meine gespeicherten Fotos nur ins normale Reisegepäck. Immer die Bilder auf der Heimreise im Handgepäck haben. Ich habe schon Angst und Wasser geschwitzt, weil unser Gepäck mit den Fotos einmal nicht mit ankam, weil in Frankfurt das Gepäckband ausgefallen war.
In Schottland kann natürlich der Regen einen Strich durch die Rechnung machen. Tropfen auf der Frontlinse und Gischt erzeugen schnell eine milchige Wand. Trotzdem muss man die Kamera nicht sofort einpacken: dunkle Wolken, glänzende Steine und Lichtstrahlen zwischen den Schauern können eine großartige Stimmung ergeben. Wichtig ist, die Frontlinse trocken zu halten und das Material danach gründlich zu reinigen.
Checkliste: Worauf man achten kann
Theoretisch weiß ich schon einiges über Fotografie. Nur: In der Eile rufe ich dieses Wissen oft nicht ab. Das versuche ich durch meine Checkliste zu ändern.
Die lange Version kommt im Folgenden. Eine kurze kann man sich herunterladen und ausdrucken.
Geschichte: Vor dem Start kurz verschnaufen und überlegen: Welche Geschichte erzählt das Motiv? Traurig? Fröhlich? Romantisch? Welche Historie hat es vielleicht? Was sehe ich als Fotograf darin?

Stimmung: Was gibt das Wetter vor? Wie beeinflusst es die heutige Stimmung? Bedrohliche Wolken? Heiße Sonne? Blauer Himmel? Kann ich das unterstreichen und aufnehmen? Hier spielt auch die Frage hinein, wie viel Himmel auf das Bild soll. Nur ein Rand? Oder ein Drittel? Mehr?
Licht: Wo steht die Sonne? Wie kann sie eingebunden werden? Kann sie sogar Teil des Bildes werden, durch Linsenreflexionen oder weil sie irgendwo durchscheint? Ganz wichtig: Wohin wirft das Motiv seinen Schatten, und wie nehme ich es mithilfe des Lichts so auf, dass es plastisch wirkt?
Perspektive: Auf jeden Fall ein paar Sicherheitsschüsse frontal und seitlich – ganz uninspiriert. Danach aber ungewöhnliche Perspektiven probieren. Zum Beispiel von unten nach oben, wenn es sich um eine bedrohliche Burg handelt.

Vordergrund: Trägt das Hauptmotiv alleine? Oder braucht es einen Bezug im Vordergrund, der die Größe ahnen lässt? Zum Beispiel bei einem schönen Loch in einem Glen ist ein Bezug im Vordergrund, etwa ein Fels oder eine Blume, eine Bereicherung für das Bild. Achtung natürlich dabei, dass er sich deutlich absetzt und alles scharf bleibt.
Hintergrund: Obacht! Passt der Hintergrund? Befinden sich hier vielleicht unerwünschte Dinge – sogenannte Photobombs? Kann man durch Ändern der Position den Hintergrund die Stimmung unterstreichen lassen? Verschmilzt das Motiv eventuell zu sehr mit seinem Hintergrund? Sollte ich die Blende so wählen, dass der Hintergrund unscharf wird?
Schnitt: Wo platziere ich das Motiv im Bild? Drittelregel beachten – oder bewusst brechen. Auch kurz prüfen, ob der Horizont gerade ist und am Bildrand etwas stört.
Varianten: Habe ich neben dem Querformat auch ein Hochformat aufgenommen? Gibt es ein Detail, das eine eigene Aufnahme verdient? Bei einem wichtigen Motiv mache ich lieber mehrere Varianten.
Technik: Ist die Linse sauber und trocken? Sitzt die Schärfe? Reicht die Belichtungszeit aus der Hand? Und brauche ich zusätzlich eine kurze Videosequenz oder das Umgebungsgeräusch?
Wie gesagt: Diese Checkliste ist nur eine Gedankenstütze. Und vielleicht ist sie gar nicht vollständig. Ich nehme gerne noch Hinweise und ergänze sie.


Werde Schottland nun das 4. Mal bereisen unter Anderem auch mit Hilfe Ihrer hervorragenden u. teilweise wunderbar individuellen Infos. Zum Thema Photos u. Schottland habe ich sehr von meinen Erfahrungen der hochalpinen u. vor Allem Nacht-/Dunkelphotographie profitiert. Meine Daten:
eine ältere Canon EOS 450D, Objektiv allein u. ausschließlich ein einzelnes Zoomobjektiv (Canon, EFS 18-200 mm). Alles dran was man braucht (Autofocus, Stabilizer für 200 mm Einstellungen, etc). Tiere im Dunkeln mit etwas längerer Belichtung u. offener Blende, aber nicht zu lang (Tiere sind sonst weg bis das Photo fertig ist ;-) ), es hilft auch mal mit den ISO Zahlen zu spielen. Nachts nur mit Stativ oder einem Stein als Auflage (gibt es ja ein paar in Schottland). Tags oder bei Dämmerlicht nur mit Stein oder Mauer oder Baumstumpf, gelegentlich sogar blankem Boden, geht sehr schnell. Und nie vergessen: immer eine handvoll Photos schießen mit unterschiedlicher Belichtung oder auch mal ohne Automatik mit der Einstellung M bis P. Bei laufenden Tieren ist der Sportlermodus ganz brauchbar weil man eine ganze Serie abfeuern kann ohne warten zu müssen bis das Photo im Speicher ist (übrigens: auch hierzu wäre eine schnelle Speicherkarte ganz hilfreich). Sterne oder Nachthimmel mit Bergpanorama nur mit Stativ mit kurzer Belichtung (5 sec maximal, dann aber 10 oder 20 Schuß, die später per Software addiert werden zu einen Bild, das hell genug ist: Sterne haben die Eigenart langsam aber sicher aus dem Fokus zu laufen, man sieht dann immer kleine Striche, nie Punkte! Bei Regen habe ich mir angewöhnt, ohne Rücksicht auf Verluste auch in strömendem Regen zu schießen, oft aber unter der Heckklappe meines Caddies, also ein wenig spritzwassergeschützt. Und wenn alles nichts hilft, ist die Canon Software ”digital photo professional“ für die raw (CR2) Photos ganz nett.
Lieben Gruß
Hallo,
danke für die tollen und anregenden Tipps.
Für mich wäre das Größte ja einmal Polarlichter zu sehen und zu fotografieren. Aber das geht nur im Winter.
Jetzt im Juni gibt es dafür sehr lange Tageslicht. Auch sehr schön.
Habt Ihr noch weitere Tipps, liebe Leser?
Stephan
Hallo Stephan,
insgesamt sehr gute und sinnvolle Tipps. Ich bin leider eher ein „Materialspieler“ :) und schleppe viel zu viel Ausrüstung herum. Da ich zudem noch extrem paranoid bin, dass mir mit der Ausrüstung (sprich: Kamera) etwas passieren könnte, habe ich immer auch noch ein Reservegehäuse dabei (bei mir sind das Nikon D800 + D750). Das ist übertrieben und ich versuche auch, mich zu bessern :). Aber: Wichtig finde ich vor allem den Tipp mit der Sicherung der Fotos! Es gibt immer wieder Menschen, die sich auf SD-Karten verlassen, nach dem Motto: „Ich kaufe einfach eine große SD-Karte und da passen dann die Fotos vom ganzen Urlaub drauf.“ Mag sein, aber SD-Karten sind kein sicherer Aufbewahrungsort für die wertvollen Urlaubsfotos, denn sie sterben gern einmal den plötzlichen Tod – und dann sind alle Fotos weg. Ich mache es wie Du: Abends werden alle Fotos auf das Notebook gesichert (bei mir ein Surface Pro) und zusätzlich gibt es noch eine Sicherungskopie auf eine externe 2,5″-Festplatte. Das geht schnell, die Platte ist klein und handlich und man bekommt eine 1 TB-Platte schon für kleines Geld. Wenn man dann darauf achtet, dass es sich um eine USB3-Platte handelt und das Notebook auch einen entsprechenden Anschluss hat, dauert all das nur wenige Minuten, selbst wenn man wie ich ein paar hundert Fotos pro Tag im RAW-Format macht. Dieses Vorgehen ist mir in den Jahren in Fleisch und Blut übergegangen und immer das erste, was ich mache, wenn ich abends in der Unterkunft bin (dass meine Kameras noch zusätzlich zwei SD-Karten verwenden, von denen eine als Backup eingerichtet ist, lasse ich mal unerwähnt, sonst weist ihr mich gleich ein :-D ). Zum Thema SD-Karten noch ein allgemeiner Hinweis, den man zwar überall nachlesen kann, aber sei es drum: Lieber mehrere kleine Karten, als eine große, denn wie bereits erwähnt sind diese Karten nicht das stabilste Speichermedium und verabschieden sich gern einmal auf Nimmerwiedersehen. In diesem Sinne: Allzeit gutes oder zumindest dramatisches Licht :)
Danke für die schöne Ausführung. :)
Hallo Stephan,
eine richtig tolle, informative Seite hast du für alle anderen Schottland-Interessenten gebaut. Davor ziehe ich meinen Hut.
Hast du oder jemand anderes Erfahrung zum Thema Fotos oder Videos machen per Drohne/Copter? Wird das geduldet oder hat schon einmal jemand Ärger bekommen? Die allgemeinen Informationen zum Fliegen auf öffentlichen Plätzen etc. findet man im Internet.
Danke im Voraus
Gruß Alex
Hi,
ich selbst habe bisher keinen Copter dort geflogen. Aber wenn Du Dich vielleicht mal mit Wolfgang auf diesem Video in Verbindung setzte, kann er Dir vielleicht eine Antwort geben: https://www.youtube.com/watch?v=C0Ohib6r9cI
Hilft Dir das weiter?
Viele Grüße
Stephan
War letztes Jahr in Schottland und bin mit der DJI Mavic geflogen. War gar kein Problem, allerdings bin ich jetzt nicht an total überlaufenen Touristen Hotspots geflogen. Über Menschenansammlungen ist es ja ohnehin verboten, aber ich versuche auch möglichst niemanden zu belästigen. Entweder starte ich dann etwas abseits und steige dann etwas höher, sodass niemand etwas von der Geräuschkulisse mitbekommt, oder aber ich lasse es dann lieber sein.
Aufpassen muss du aber schon, wo du fliegst. Fast die ganzen Highlands sind als „restricted area“ gekennzeichnet. Hier soll das britische Militär auch Tiefflüge machen, was vermutlich der Grund für die Kennzeichnung dieser Gebiete ist. Hier wäre ich also sehr vorsichtig!!! Das Fliegen würde ich mir hier 2 Mal überlegen. Die Küstenstreifen sind aber zumeist nicht betroffen. Schau dir mal die Seite http://www.noflydrones.co.uk/ an, da siehst du, wo überall geflogen werden darf. Wenn ich das noch richtig weiß, dann sind die sonstigen Regeln sogar etwas lockerer als in Deutschland, z.B. 120m Flughöhe statt 100m, 50m Abstand zu Gebäuden und Personen statt 150m, …
Gruß, Daniel
Zum Thema „Paranoid“ bzw. „Reserve-Body“:
Wir waren letztes Jahr Anfang März mit Hurtigruten in Norwegen.
Natürlich um u.a. auch Polarlichter zu fotografieren.
Die waren Gott sei Dank bereits im Kasten, als meine 6D mit verklemmtem Spiegel ausfiel.
Die letzen Tage gab’s also nur noch Handy-Fotos. Lehrgeld!
Wenn es 2020 wieder nach Schottland geht, ist auf jeden Fall die alte 30D als Reserve dabei.
Die alte Knipse ist immer noch um Längen besser als jedes Handy.
Gruß
Bernd
Ging mir gerade ähnlich. Auch mit der 6D. Fiel auf de Orkney-Tour aus- Ich habe mir vor Ort bei einem sehr netten Menschen eine geliehen. Reparatur der 6D hat fast 600 Euro gekostet weil irgendwie die Elektronik kaputt war (habe nichts extremes damit gemacht). Ich habe mir jetzt eine 5D dazu gekauft. In Zukunft kommen immer beide mit.
Noch ein Tipp für Drohnenpiloten:
Man braucht in Schottland eine Flyer ID und eine Operator ID zum Fliegen.
Die flyer ID kann man online für rd. 10 Pfund machen, ist ein Drohnenführerschein, der ähnlich dem in Deutschland ist.
Wir fahren dieses Jahr das erste Mal nach Schottland, und das gleich für 4 Wochen und freuen uns wie die Schneekönige. Wir fahren von Berlin aus mit dem Wohnmobil, da hat man eh etwas mehr Platz für die Fotoausrüstung und natürlich auch für die Drohne.
Wir werden berichten.
Super. Viel Spaß und bin gespannt auf den Bericht.