Reich verziert und riesengroß. Der Sueno’s Stone im Osten Schottlands gehört zu den beeindruckendsten Steinen, die das Volk der Pikten hervorbrachte.

Der Osten Schottlands war im frühen Mittelalter das Reich der Pikten. Ein keltisches Urvolk, das sich mit der Zeit zu einer militärischen und kulturellen Macht auf der Insel entwickelte. Und sie haben uns Zeugen ihres Könnens hinterlassen.
Individualreisen nach Schottland
Zusammen mit dem Reisebüro Lüttje Törn bieten wir hier individuelle Reisen nach Schottland an. Welche Routen möglich sind, steht hier:
Wohl der beeindruckendste dieser Zeitzeugen ist der Sueno’s Stone bei Forres. Mit fast sieben Metern Höhe ist er auch der größte piktische Stein in Schottland.
Und die Pikten haben sich alle Mühe gegeben, dieser Stele nicht nur Größe zu verleihen, sondern auch Schönheit. Die Vorderseite trägt ein großes Keltenkreuz, umgeben von keltischen Knoten.

Um das Jahr 800 waren die Pikten schon Christen mit Klöstern. Das zeigt sich mit dem Kreuz klar. Auf der Rückseite geht es aber weniger christlich zu. Dort ist eine Schlachtenszene abgebildet.

Welche Schlacht dargestellt ist, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Wissenschaftler vermuten eine Auseinandersetzung mit Wikingern, die damals auch im Osten Schottlands die Pikten von Fortriu angriffen.
Und noch etwas vermuten Wissenschaftler seit einiger Zeit. Nämlich, dass die Piktensteine farbig bemalt waren. So zeigt eine Tafel am Stein, wie das Relief original ausgesehen haben könnte.

Von oben nach unten ist auf dem Monolithen zu sehen:
- Reiter die zum Kampf reiten
- zu Fuß kämpfende Soldaten
- in der Mitte der Schlacht ein Objekt. Es könnte ein Broch, eine Festung oder etwas ähnliches sein.
- kopflose Leichen
- eine Gruppe von Reitern, die vor Infanteristen fliehen
- kopflose Leichen und abgetrennte Köpfe unter einer Brücke oder einem Zelt
Einige Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass das starke Piktenreich Fortriu genau hier in Moray gelegen haben könnte – ganz sicher ist das aber auch nicht.
Im Jahr 839 sind sowohl die Pikten als auch die Krieger aus Dál Riata von den Wikingern vernichtend geschlagen worden. Diese Niederlage könnte auf dem Stein zu sehen sein.
Was auch immer der Stein zeigt, ein Besuch bei diesem Giganten lohnt sich auf jeden Fall.
Anfahrt:
Mit Navigationsgerät: „IV36 3WX“ bringt einen zum Stein. Er steht in der Findhorn Road.
Ohne Navi: Forres liegt zwischen den Städten Inverness und Elgin an der A96 im Osten Schottlands. Um den Stein zu finden, fährt man sie bis zu dem Kreisverkehr, der Forres an der B9011 ausweist. Direkt nach der Abfahrt fährt man die Victoria Road bis rechts die Findhorn Road abgeht. An ihrem Ende steht der Stein. Normalerweise ist hier genug Platz, um direkt beim Stein zu parken.


Alle Deine Berichte, Vorträge, Kommentare und Ausführungen sind sehr schön und hoch interessant. Deine Vorträge gut vorbereitet und fach- und sachlich hervorragend vorgetragen. Eine schöne große Vielzahl an Themen. Diese sind gut und gespannt zu verfolgen. Du gibst Dir wirklich große Mühe. Dein Wissenspotential ist fast unerschöpflich. Du findest immer wieder Neues und Interessantes zu Schottland, seiner Geschichte, seiner Natur und seiner Vergangenheit, wie auch Themen zu jetzigen Zeit und dem Tourismus. Bitte mach weiter so, lass nicht locker. Dazu wünsche ich Dir viel Kraft und Mut. Ich werde Deinen Auftritten immer sehr gerne folgen. Danke für Deine wirklich schöne Arbeit. Mit lieben Gruß, auch ein Freund Schottlands in allen Ebenen. Andreas T.
Danke für die freundlichen Worte. <3 Mein Wissen ist nicht unergründlich, ich versuche es aber stets zu erweitern, und das ist ja auch mein Spaß dabei. Bleib dran, bald kommen wieder längere Videos - ich muss das Buch nur zu Ende lesen und die Skripte schreiben :o) Außerdem geht es jetzt nach Shetland!
Danke auch für Deine Unterstützung bei Steady.
Nicht nur der Stein ist in Forres und Umgebung interessant.
Auch der Ort lohnt zum Verweilen, ob es ein Cricket-Spiel im Nahen Park ist. Die Besteigung zum Nelson Tower. Ein gutes Restaurant und der Besuch der Brennerei (en) oder des Burgie Arboretum, oder gar das Fußballspiel der Mechanics.
Forres und die Umgebung (Wandern und Finhorn beach) bieten, im Sommer wirklich viel Abwechslung.
Ach ja, ein Golfplatz gibt es natürlich auch.