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Cape Wrath – das Ende der britischen Insel

Spitze von Cape Wrath
Spitze von Cape Wrath

Bei Cape Wrath endet die britische Hauptinsel – und das eindrucksvoll! Die Klippe „Clo Mor“ fällt 190 Meter senkrecht ab. Wenn das kein Ende mit Knalleffekt ist?

Bei Cape Wrath erwartet einen aber nicht nur die Klippe, es gibt mehr: So steht dort ein schöner weißer Leuchtturm, der 1828 von Robert Stevenson erbaut wurde. Das Ozone Cafe serviert Heißgetränke und Snacks für die Besucher. Gleich in der Nähe gibt es einige hässliche Ruinen einer Station der Küstenwache. Sogar Wracks alter Autos stehen dort.

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Von Cape Wrath aus verlaufen mehrere Wandertouren entlang der Küste, die sich wegen der Natur durchaus sehr lohnen. Mittlerweile auch mit professionellen Führern.

Ein Haken hat die Sache: Einfach mit dem Auto dort hinfahren geht nicht. Wer das Ende sehen will, muss mehr Mühen auf sich nehmen. Das Auto oder Motorrad bleibt auf dem Parkplatz in Keoldale, nur Fahrräder dürfen mit. Dort bringt eine Fähre die Besucher über den Kyle of Durness. Auf der anderen Seite verkehrt ein Minibus nach Cape Wrath und zurück.

Alternativ kann man die 18 Kilometer dorthin eben auch mit einem Fahrrad über die Schotterpiste holpern – oder den Weg zu Fuß durch die sehenswerte Kulisse der Highlands zurücklegen.

Achtung: Cape Wrath ist ein militärisches Gebiet, auf das die britische Marine gerne zu Übungszwecken feuert. Wenn also die roten Warnwimpel irgendwo wehen, darf niemand nach Cape Wrath. Unbedingt vorher erkundigen.

Persönliche Anmerkung: Schöne Wanderung

Wir haben uns damals für die Variante „Laufen“ entschieden. Aus meiner Sicht hat sich die Wanderung durch das wilde Gebiet nach Cape Wrath auch mehr gelohnt als Cape Wrath selbst. Wir haben uns dafür zwei Tage genommen, da wir mit schwerem Gepäck und Zelt unterwegs waren. Die meisten Bilder unten sind von der Strecke bis Cape Wrath aufgenommen. Wenn man aber eben mehr als eine Tag dort verbringt, muss man dringend vorher fragen, ob die Marine keine Schießübungen veranstaltet.

Für den Rückweg haben wir dann auch den Minibus bestiegen.

Wissen: Eines von zwei Kaps

Das Wort „Wrath“ heißt in diesem Fall nicht Zorn, sondern es ist eine Verballhornung des gälischen „Am Parbh“ – ausgesprochen etwa „am parve“. Und das bedeutet dasselbe, wie „Cape“ also Kap oder Landspitze. Im Prinzip heißt Cape Wrath als „Cape Cape“.

Es gibt übrigens nur zwei „Capes“ auf der britischen Hauptinsel. Cape Wrath und Cape Cornwall, das die Südspitze der Insel bildet.

Robert Stevenson, der bei Cape Wrath den Leuchtturm errichtete, war Ingenieur und baute noch etliche weitere Leuchttürme in Schottland, ebenso wie seine Söhne, die sein Werk fortsetzen. Sein Enkel allerdings wurde noch berühmter – er hieß Robert Louis Stevenson und schrieb den Abenteuerroman „Die Schatzinsel“.

Anfahrt:

Von Durness aus die A838 in Richtung Riconich fahren. Nach zirka zwei bis drei Kilometern weist am linken Straßenrand ein Schild nach „Keoldale“ und „Cape Wrath“, dort rechts abbiegen, durch den Ort fahren und auf den Parkplätzen Parken – irgendwann kommt ein Schild „No parking beyond this Point“. Spätestens davor sollte man das Auto stehen lassen. Zur Fähre, übersetzen und dann mit dem Minibus, Rad oder zu Fuß weiter.

Die Fahrpläne und Preise der Fähre findet man auf der Webseite capewrathferry.co.uk.

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