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The Hill House – der Traum des Architekten

Es gibt kein zweites Haus wie dieses! Das Hill House in Helensburgh ist einzigartig nicht nur in Schottland. Und es zeigt den Stil eines der wichtigsten Söhne Glasgows.

The Hill House
The Hill House

Denn für das Hill House ist der Architekt Charles Rennie Mackintosh verantwortlich. Für seinen Kunden durfte er nicht nur das Haus, sondern auch dessen Möbel und Innenleben designen.

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Mackintosh war die bekannteste Figur der „Glasgow Four“, einer Künstlergruppe in Glasgow. Für seinen Auftraggeber, den Herausgeber Walter Blackie, hatte völlig freie Hand beim Design der Villa.

Die Voraussetzungen für das Hill House waren bereits großartig. Denn als Bauplatz suchte man einen Hang am Nordrand des schottischen Örtchens Helensburgh aus. Der Blick fällt auf den Firth of Clyde, dem Meerarm, der sich westlich von Glasgow erstreckt.

Blick vom Hill House aus
Blick vom Hill House aus

Die Villa selbst ist ein seltsamer Mix aus Stilrichtungen. Mackintosh vertrat vor allem die Art Noveau. Doch lässt sich auch der schottische Baronet-Stil erkennen, der bei vielen Herrenhäusern des 19. Jahrhundert zu finden ist. Ein japanischer Einschlag komplettiert die interessante Mischung.

Richtig beeindruckend ist das Haus innen. Charles Rennie Mackintoshs Frau Margaret Macdonald Mackintosh entwarf die Textilien. Charles schuf Möbel mit strenger Geometrie und knalligen Farbakzenten vor weiß-beigen Wänden.

Sofa
Sofa – (Quelle: National Trust for Scotland)

Lampen, die wie kleine japanische Pavillons wirken, …

Lampe im Hill House Dining Room
Lampe im Dining Room – (Quelle: Douglas MacGregor 1999, National Trust for Scotland)

… üppige Kommoden …

Sekretär
Sekretär – (Quelle: National Trust for Scotland)

… und kühle Schlafzimmer.

Schlafzimmer
Schlafzimmer – (Quelle: National Trust for Scotland)

Der Garten um das Haus setzt einen Kontrast zum Interieur. Zwar liegen ihm auch an einigen Stellen strenge Linien zugrunde.

Gartenhaus
Gartenhaus

Doch an einigen Stellen entfalten sich bunte Pflanzen ganz frei und die Gärtner lassen sogar Äste verwittern.

Wilder Teil des Gartens
Wilder Teil des Gartens

Zwischen den Pflanzen direkt am Haus stehen auch noch kleine Kunstwerke.

Kunstwerk im Garten
Kunstwerk im Garten

Selbst die Mauer um den Garten zeigt noch besondere Design-Elemente. Hufeisenförmige Sichtfenster erlauben aus vier Richtungen den freien Blick auf das Haus.

Mauer um das Hillhouse
Mauer um das Hillhouse

Das Hill House ist wirklich eine Einzigartigkeit und ein fantastischer Kontrast zu alten schottischen Bauten und Burgen.

Wissen: Charles Rennie Mackintosh

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert herum etablierte sich in Glasgow eine Designergruppe, der Charles Rennie Mackintosh angehörte. Mackintosh legte sich dabei nicht auf ein bestimmtes Handwerk fest. Er war Architekt, Innenarchitekt, Maler – kurz: einfach ein Künstler.

Als Stilrichtung prägte er die Art Noveau entscheidend mit, ein Teil des Jugendstils. Die Künstler lehnten meist historische Formen ab und ließen Flächen, Linien und Geometrien sprechen.

Mackintosh baute vor allem in Glasgow etliche Gebäude und allen voran die Glasgow School of Art.

Das Hill House gehört zu seinen Höhepunkten. In den Jahren danach bis zu seinem Tod verlor er sein Geld, seine Aufträge, hatte ein Alkoholproblem und starb mittellos 1928 in London an Zungenkrebs.

Tipp: Wanderung vom Hill House

Oberhalb der Villa gibt es einen größeren Parkplatz. Von dort aus gehen einige Rundwege in ab, die ins Hinterland führen. Ich habe die Wanderungen zwar selbst nicht unternommen, allerdings wurde mir gesagt, sie seien recht schön. Man findet sie bei Walkhighlands.

Auch rund um das Hill House kann man ein bisschen in den Straßen laufen und den Blick auf den Clade genießen. Zudem gibt es rundum weitere schöne Häuser zu sehen.

Anfahrt:

Mit Navigationsgerät: „G84 9AJ“ bringt einen nach Helensburgh ganz in die Nähe des Hauses. Es liegt am oberen Ende der .

Ohne Navi: Am schnellsten geht es von Glasgow über die A82 Richtung Loch Lomond und dann Kreisverkehr von Arden abbiegen nach Helensburgh auf die A818. Alternativ kann man auch die Küstenstraße A814 entlangfahren, die durch Dumbarton führt.

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