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Urlaub auf der Isle of Mull – wunderbares Wildleben

Raubmöwe auf Mull
Raubmöwe auf Mull
Mull Schottlandkarte
Mull Schottlandkarte
Fischerboote in Tobermory
Fischerboote in Tobermory
Dervaig Standing Stones
Dervaig Standing Stones
Duart Castle
Duart Castle
Mull Detailkarte
Mull Detailkarte
Bussard auf Mull
Bussard auf Mull

Infos zu Mull:

Allgemeines
Anreise
Beste Reisezeit

Sie ist die Insel der Adler, der Hirsche, der Robben und Delfine. Die Isle of Mull verzaubert Schottland-Urlauber mit einer Artenvielfalt an Wildtieren. Eine kleine Rundreise auf der Insel.

Zunächst gilt es ein kleines Missverständnis beheben: Die Isle of Mull ist nicht zu verwechseln mit dem Mull of Kintyre, der etwas weiter östlich auf dem schottischen Festland liegt.

Die Isle of Mull ist landschaftlich nicht so gewaltig wie die Isle of Skye. Doch hat sie eine einzigartige Natur zu bieten. Zum Beispiel findet man auf ihr 250 verschiedene Arten an Vögeln. Darunter sehr beeindruckende Exemplare wie Steinadler (dort heißen sie “Golden Eagle”), Seeadler und Bussarde. Im Herbst erfüllt außerdem das Röhren der brunftigen Hirsche die sanften Täler der Insel. Vor den Küsten gibt es Wale, Otter und Robben.

Kurz: Die Isle of Mull ist für ihr Wildleben berühmt, aber nicht nur dafür lohnt sich ein ausgiebiger Besuch. Sie bietet auch schöne Burgen und eine wunderbare Hauptstadt.

Allgemeine Infos zu Mull

Die Isle of Mull liegt zirka 10 Kilometer westlich vor der Stadt Oban, knapp oberhalb der Verlängerung des Great Glen Fault, das sich von Inverness nach Fort William erstreckt. Sie ist eine Insel mit beachtlichen Ausmaßen: 38 Kilometer von Nord nach Süd und 42 von Ost nach West. So ist sie die viertgrößte Insel Schottlands und Großbritanniens. Da es viele Meeresbuchten ins Landesinnere gibt, verläuft die Küstenlinie auf rund 480 Kilometern.

Das Wort “Mull” bedeutet übrigens in Gälisch so viel wie “runder Hügel”.

Mull hat ein recht gemäßigtes Klima, da der Golfstrom auch hier Wirkung zeigt. Das heißt: Kühle Sommer, milde Winter.

Um die Isle of Mull tummeln sich weitere einzigartige Inseln. Zum Beispiel Staffa mit seiner berühmten Fingals Cave und einer großen Kolonie an Papageientauchern (Puffins).

Isle of Mull – seit 8.000 Jahren bewohnt

Erste Siedlungen konnte man schon für 6.000 v. Chr. nachweisen, also aus der Epoche der Jungsteinzeit. Auch heute sieht man noch vereinzelte Relikte aus dieser Ära, zum Beispiel die Standing Stones of Dervaig.

Als sich um 500 n. Chr. das Königreich Dalriada ausdehnte, wurde bald auch die Isle of Mull ein Teil davon. Und zwar ein wichtiger, denn auf der vorgelagerten Insel Iona stand das spirituelle Zentrum der Zeit, die Könige wurden hier gekrönt.

Doch im neunte Jahrhundert war die Herrlichkeit vorüber, die Wikinger fielen ein – auch auf Mull. Als diese besiegt waren, wurde Mull ein Teil der Lordship of the Isles. Doch auch deren Macht war zeitlich begrenzt, und ab dem 16. Jahrhundert herrschten die Clans über die Insel. Zum Beispiel die MacLeans, denen die Duart Castle gehört – eine der schönsten Burgen der Insel.

Natürlich war auch Mull von den Highland Clearances betroffen. Dafür gibt es auf der Insel viele Belege. So wurde zum Beispiel für den Bau der Glengorm Castle ein ganzes Dorf in Brand gesteckt. Die Hauptstadt Tobermory ist eine Gründung der Fischereigesellschaft und damit war sie Auffangbecken für viele Bauern, die vertrieben wurden. Und die kanadische Stadt Calgary bezog ihren Namen von einer Bucht auf der Isle of Mull – die (unfreiwilligen) Auswanderer von Mull hatten damit an ihre alte Heimat erinnern wollen.

Bevölkerung und Orte

Rund 3.000 Menschen leben heute noch die Insel. Ein Großteil davon natürlich in Tobermory, der einzigen größeren Siedlung auf der Insel.

Die gälische Sprache wird auf Mull kaum noch gesprochen. 2001 sollen es laut dieser Untersuchung nur rund zehn Prozent gewesen sein, die die alte Sprache der Schotten noch verstehen.

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